Kein Thema wurde im Dorf im Jahr 2017 kontroverser diskutiert als die vom Gemeinderat geplante Erweiterung des Gewerbegebietes. Südlich der bestehenden Fläche soll nach Meinung der Mehrheit des Gemeinderates der Lainbachwald gerodet und dadurch Entwicklungsfläche entstehen. Eine Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt des Waldes gründete sich, erst im zweiten Anlauf erreichten sie am 13. März das Ziel eines Bürgerbegehrens. In öffentlicher Sitzung wurde im November mehrheitlich beschlossen, dass die Formulierung aufgrund einer in der Zwischenzeit durchgeführten Neubewertung falsche Tatsachen behaupte und das angestrebte Bürgerbegehren deshalb unzulässig sei. Eine zweite durchgeführte Aktion erreichte in kurzer Zeit die erforderliche Unterschriftenzahl so dass nun am 10. Juni die Bürgerinnen und Bürger entscheiden können.

Der im Dezember von drei FBM-Ratsmitgliedern gestellte Antrag auf Durchführung eines Ratsbegehrens wurde zunächst zurückgezogen bis es Gespräche zwischen der BI und dem Bürgermeister geben hätte sollen. Weil diese nicht zustande kamen, die BI aber ein neuerliches Bürgerbegehren angestrebt hatte wurde dieser Weg vorerst nicht weiter verfolgt. Ebenfalls in der Sitzung am 13. März wurde über ein von BGM Hans Kiefersauer beantragtes Ratsbegehren entschieden. Dieses wurde kontrovers diskutiert und mit 10 : 5 Stimmen gegen die FBM-Ratsmitglieder beschlossen.

Im Februar wurden von der BI ca. 370 Unterschriften für den Erhalt des Lainbachwaldes vorgelegt. Der Gemeinderat wird am Dienstag den 13. März über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens abstimmen. Bürgermeister Kiefersauer hatte in den letzten Wochen angekündigt, im Falle eines zulässigen Bürgerbegehrens ein Ratsbegehren einbringen zu wollen.

Eine Suchanfrage beim Münchner Merkur macht die Auseinandersetzung um das Thema deutlich.